Häufig gestellte Fragen
Über SolarSim
Ist SolarSim unabhängig?
Ja. SolarSim ist ein unabhängiges Berechnungstool, das Bürgern, Unternehmen und Kommunen hilft einzuschätzen, ob eine Solaranlage eine gute Lösung ist. Wir verkaufen keine Solaranlagen, vermitteln keine Angebote und erhalten keine Provision von Anbietern.
Unser einziges Ziel ist eine präzise und objektive Berechnung, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können – ohne kommerzielle Interessen, die das Ergebnis beeinflussen.
Wir kooperieren mit Kommunen, um das Tool kostenlos bereitzustellen, damit mehr Menschen Zugang zu unabhängigem Wissen erhalten und auf informierter Grundlage zur grünen Wende beitragen können.
Anlage und Dimensionierung
Wie wird die richtige Batteriegröße bestimmt?
Die Batteriegröße wird berechnet, indem verschiedene Solarlösungen verglichen werden – mit und ohne Batterie – um die Kombination zu finden, die am besten zu Ihrem Verbrauchsmuster passt.
Da Batterien eine kürzere Lebensdauer als Solarmodule haben, fließen auch erwartete Austauschkosten in die Berechnung ein. Es kann verlockend sein, eine große Batterie zu wählen, weil sie die Möglichkeit erhöht, eigenen Strom zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. Die Mehrkosten einer großen Batterie amortisieren sich jedoch oft nicht, bevor sie ausgetauscht werden muss. Die Berechnung zeigt daher in vielen Fällen, dass eine kleinere, günstigere Batterie die vorteilhafteste Lösung ist.
Wie wird die Größe der Solaranlage bestimmt?
Die Anlagengröße wird anhand Ihres Verbrauchsprofils festgelegt, sodass die Module möglichst viel Strom zu den Zeiten produzieren, in denen Sie ihn typischerweise selbst benötigen. Den eigenen Verbrauch zu decken ist nämlich wertvoller als Überschussstrom zu verkaufen, weil Sie in der Regel mehr sparen, wenn Sie den Strom selbst nutzen, als Sie für den Verkauf ans Netz erhalten.
SolarSim simuliert alle realistischen Systemkonfigurationen und berechnet die Lösung mit der besten Balance zwischen Energieproduktion und wirtschaftlichem Ertrag. So erhalten Sie eine Anlage, die optimal zu Ihrem Verbrauch passt.
Sind nach Süden, Osten oder Westen ausgerichtete Module am besten?
Die optimale Ausrichtung hängt von Ihrem Verbrauchsmuster ab. SolarSim berechnet daher, wie die Module Ihren Stromverbrauch über den Tag am besten decken können.
Den Strom selbst zu nutzen ist wertvoller, als Überschüsse ans Netz zu verkaufen, wo die Erlöse typischerweise niedriger sind. In vielen Fällen kann die beste Lösung daher sein, Module auch nach Osten und Westen auszurichten statt nur nach Süden.
Wirtschaftlichkeit und Regeln
Wie wirken sich Solarmodule auf die Rückerstattung der Stromsteuer beim Laden eines E-Autos aus?
In Dänemark kann man derzeit keine Rückerstattung der Stromsteuer für das Laden des E-Autos erhalten, wenn man eine Solaranlage besitzt. Das Prinzip: Eine Steuer, die man nicht bezahlt hat, kann nicht erstattet werden. Strom aus Solarmodulen ist von der Stromsteuer befreit, daher gibt es keine Erstattung.
Technisch ist es nicht möglich, zwischen Strom aus dem Netz und Strom aus der Solaranlage zu unterscheiden. Daher verlieren E-Auto-Besitzer mit Solaranlage heute das Recht auf Erstattung vollständig – auch wenn ein Teil des Ladens tatsächlich mit Netzstrom erfolgt.
Die Regierung arbeitet jedoch an einer Lösung. Ab dem 1. Januar 2026 sollen E-Auto-Besitzer mit Solaranlage voraussichtlich eine reduzierte Stromsteuer auf das Laden erhalten. Diese Regelung läuft 2030 aus, weshalb die Berechnungen von SolarSim eine reduzierte Stromsteuer im Zeitraum 2026–2030 berücksichtigen.
Kann ich eine Solaranlage mit einem grünen Kredit finanzieren?
Ja. Ein grüner Kredit kann eine attraktive Möglichkeit sein, Ihre Solaranlage zu finanzieren. Diese Kredite sind auf Energieverbesserungen ausgerichtet und werden oft zu besonders günstigen Konditionen angeboten. Der Vorteil: Die jährlichen Einsparungen auf der Stromrechnung können die Kreditkosten in vielen Fällen decken, sodass sich die Anlage praktisch selbst bezahlt.
Vorteile grüner Finanzierung:
Grüne Kredite haben oft niedrigere Zinsen als gewöhnliche Kredite, weil sie nachhaltige Investitionen fördern. Das heißt, Sie zahlen insgesamt weniger für das geliehene Geld.
Die Alternative zum Kredit ist, die Anlage bar aus Ihren Ersparnissen zu bezahlen. Mit einem grünen Kredit können Sie Ihre Ersparnisse stattdessen behalten und für andere Dinge nutzen – z. B. Investitionen, Vergnügen oder als finanziellen Puffer.
Mit den richtigen Kreditkonditionen können Ihre monatlichen Stromeinsparungen höher sein als die Kreditraten. Das ergibt einen positiven Cashflow – Sie können also vom ersten Tag an im Plus sein.
Sie können einen Steuerabzug von bis zu 33,1 % der Zinskosten erhalten. Das verbilligt die Zinszahlungen (der Abzug gilt jedoch nicht für die Tilgung selbst).
Was ist eine gute Amortisationszeit für eine Solaranlage?
Die Amortisationszeit zeigt, wie lange es dauert, bis sich Ihre Solarinvestition durch Einsparungen auf der Stromrechnung selbst bezahlt hat. Danach erwirtschaftet die Anlage für den Rest ihrer Lebensdauer einen finanziellen Überschuss.
Es gibt keine pauschale Antwort darauf, was eine „gute“ Amortisationszeit ist, denn sie hängt vom Anlagenpreis, Ihrem Verbrauchsmuster und der gewählten Finanzierung ab.
Viele wählen einen grünen Kredit, der oft niedrigere Zinsen hat als gewöhnliche Kredite. Ihre jährlichen Stromeinsparungen können die Kreditrate dann in vielen Fällen decken oder sogar übersteigen – Sie können also vom ersten Tag an im Plus sein, ohne Erspartes einzusetzen, das stattdessen für anderes verwendet werden kann.
Eine andere Möglichkeit, die Investition zu bewerten, ist der interne Zinsfuß (IRR), der Ihre durchschnittliche jährliche Rendite zeigt. Er lässt sich z. B. mit historischen Aktienmarktrenditen vergleichen – der Unterschied ist, dass Solaranlagen über Stromeinsparungen eine stabilere und besser vorhersehbare Rendite liefern, während Aktien typischerweise stärker schwanken und höhere Renditen ermöglichen können.
Bedenken Sie: Eine Solaranlage ist eine langfristige Investition. Sie ist weniger liquide als Aktien – trägt dafür aber sowohl zu finanziellen Einsparungen als auch zum Klimaschutz bei.